Social Media Analyse zeigt: Auch 2015 schnitt Automobilbranche mit am besten ab

Social Media Maturity Modell (SM3) gibt Aufschluss über den Social Media-Reifegrad eines Unternehmens

München – 28. Januar 2016 – Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom vom April 2015, verwenden bereits drei Viertel (75 Prozent) aller deutschen Unternehmen Social Media für ihre interne oder externe Kommunikation. Doch wie gut ist diese Nutzung? Um die Social Media-Fähigkeiten von Unternehmen messen zu können, hat die Digital Transformation Group zusammen mit Mitgliedern des Social Media Excellence Kreises (SME) sowie der Hochschule HTW Aalen das Social Media Maturity Modell (SM3) entwickelt.

Für die Analyse 2015 wurden neben Plattformen wie Facebook, Google+ und Twitter auch Instagram, YouTube und LinkedIn miteinbezogen, da die Relevanz dieser Plattformen stetig zunimmt – vor allem Instagram wird in Deutschland immer populärer. B-to-B-Unternehmen setzen aber auch besonders LinkedIn vermehrt im Marketing ein.

„Das Thema Social Media ist längst seinem Nischen-Dasein entwachsen. Heutzutage gibt es kaum ein Unternehmen, das den Bereich noch nicht als festen Bestandteil in seine Marketingstrategie aufgenommen hat. Die SM3 Analyse zeigt: Die Social Media Readiness ist ausgeprägter denn je. Eine durchdachte Strategie, eine definierte Zielgruppe und intelligente Datennutzung sind die Grundlage für eine gute Social Media Performance. Doch noch nicht überall werden die vertrieblichen Potenziale von Social Media bereits ausreichend genutzt und auch nicht alle HR-Abteilungen setzen es für Employer Branding und Recruiting ein. Es gibt durchaus noch Luft nach oben“, erklärt Albert Brenner, Geschäftsführer der Digital Transformation Group und Executive Beirat des SME.

Die Automobilbranche hat die Nase vorn

Eine Übersicht aller SM3-Analysen des letzten Jahres zeigt, dass vor allem bei der Nutzung von Social Media für das Ideen- und Innovationsmanagement noch Handlungsbedarf besteht. Auch CRM sollte Social Media noch viel mehr in die Prozesse und Datensysteme integrieren. Dialogprozesse werden noch zu selten über professionelle IT-Tools mit Rechte- und Ticketingsystem gesteuert.

Besonders gut aber sind Unternehmen bereits aufgestellt, wenn es um den Einsatz sozialer Medien für Marketing und Kommunikation geht. Die verantwortlichen Mitarbeiter kennen den Stil und die Verhaltensweisen in den jeweiligen Kanälen und meistens existiert ein Verantwortlicher oder sogar ein dediziertes Social Media-Team, das die Social Media-Aktivitäten unternehmensweit verantwortet und koordiniert.

Insgesamt hat 2015 die Telekommunikationsbranche am besten abgeschnitten, dicht gefolgt von Automotive und Media. Im Teilbereich Social Media Performance ist die Automobilbranche jedoch auf Platz 1, gefolgt von den Branchen Media und Energie auf Platz 2 und 3. Bei der Social Media Readiness gehen die ersten drei Plätze im Ranking an Telekommunikation, Haustechnik und Automotive.

Betrachtet man die Aufstellung der in Social Media erfolgreichsten Unternehmen, finden sich unter den Top 10 in diesem Jahr fast ausschließlich große B-to-C-Marken: neben den Autoherstellern Audi und Mercedes-Benz und den Medienkonzernen Sky Deutschland und Disney, liefern sich die Paket-Dienstleister DPD und DHL ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ebenfalls unter den Top 10-Unternehmen ist die Allianz als bester Financial Services-Anbieter. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Versicherungskonzern, sowohl die Social Media Readiness als auch die Performance betreffend, deutlich verbessert – insbesondere in den Kategorien „Interaction“ und „Engagement“. Das einzige B-to-B-Unternehmen in dieser Bestenliste ist Siemens, das gleichzeitig auch am erfolgreichsten in den Kategorien „Strategie und Planung“, „Intelligence“ und „Sentiment“ abgeschnitten hat. Die größte Reichweite kann Disney vermelden, das Top-Unternehmen in der Kategorie „Buzz“ ist dagegen Sky Deutschland.

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„Dynamisches Produkt, langfristige Kundenbeziehung, Unterhaltungsmedium – Social Media ist wie für Sky Deutschland gemacht. 81 Kanäle auf allen relevanten Plattformen helfen uns dabei, Interessenten zu informieren, das Ohr ganz nah am Kunden zu haben und unsere TV-Inhalte zum Gesprächsthema zu machen. Die sozialen Medien sind für uns eine enorme Bereicherung!“, sagt Selena Gabat, Director Social Media bei Sky Deutschland.

Thomas Müller, Leiter Digitales Marketing Deutschland bei der AUDI AG, erklärt: „Wir verstehen soziale Medien schon lange nicht mehr als Kür, sondern als integralen Bestandteil unserer Marketing-Aktivitäten. Dass wir in der SM3-Analyse von 2015 jetzt die Liste der Top-Unternehmen anführen, macht uns stolz, bestätigt uns aber auch in unseren Bemühungen, den Vorsprung weiter auszubauen. Zwei Felder liegen uns dabei besonders am Herzen: Zum einen wollen wir über alle Social Media Kanäle hinweg Fans und Interessenten noch gezielter mit relevanten Inhalten versorgen und Chancen auf Leads konsequent erkennen und nutzen. Bereits heute erweist sich Facebook als effektiver und effizienter Kanal zur Erreichung vertriebsrelevanter Geschäftsziele wie der Generierung von Probefahrten. Das gilt auch für die Vertriebsebene Handel: Hier haben wir die Social-Media-Strategie für die deutschen Audi Händler überarbeitet und unser Angebot an Unterstützung und Beratung weitreichend ausgebaut.“

„Soziale Medien sind für Siemens ein integrierter Kommunikationskanal in der Marketing Kommunikation sowie ein Medium, um mit Kunden und Interessenten in Austausch zu bleiben. Durch die persönlichen Social Media Profile unserer Mitarbeiter wird die Marke Siemens im Internet lebendig“, sagt Michael Stenberg, Vice President Digital Marketing bei Siemens.

„Der direkte Dialog mit unseren Kunden und Fans ist elementarer Bestandteil der Social Media-Aktiväten von Mercedes-Benz und hilft uns Kundenwünsche und -bedürfnisse noch besser zu verstehen und darauf einzugehen. Wir freuen uns sehr über die gute Platzierung im Rahmen der Social Media-Analyse. Vor allem die deutliche Verbesserung im Bereich ‚Interaktion‘ zeigt uns, dass unsere Social Media-Strategie erfolgreich ist. Der Social Media Excellence Kreis (SME) ist eine wichtige Austausch-Plattform und im Rahmen eines Best Practice Sharing mit anderen Unternehmen sehr hilfreich“, so Natanael Sijanta, Leiter der Marketing Kommunikation Mercedes-Benz Pkw.

„Wir haben Social Media bewusst als wesentlichen Baustein in unsere Kundenansprache und -interaktion integriert. Damit gibt uns Social Media die Möglichkeit, für unsere Kunden relevant und nützlich zu sein sowie ihre Probleme zu lösen – also viel mehr als nur die mediale Abrundung einer Werbekampagne. Wichtig ist dabei: Wir haben ein lernendes System etabliert.  Wir nutzen das Kundenfeedback aus den Social Media Kanälen ganz gezielt, um Dinge besser zu machen und übergreifend Veränderungen anzustoßen“, erklärt Thomas Lukowsky, Direktor im Marktmanagement der Allianz Deutschland AG.

 


 

Über das Social Media Maturity Modell (SM3)

Das SM3-Modell misst anhand zweier Dimensionen den Reifegrad eines Unternehmens: Zum einen anhand der Social Media Performance, der Wirkung der Social Media-Aktivitäten mittels zwölf KPIs in den Kategorien Buzz, Engagement, Sentiment und Reach. Zum anderen wird mittels eines rund 60 Punkte und sieben Kategorien umfassenden Fragenkatalogs die Social Media Readiness eines Unternehmen erfasst; das Potenzial, die Strategie und Planung, Umsetzung, Interaktion, Organisation sowie die Nutzung von Systemen und Analysen (Intelligenz). Nach Beendigung der Analyse erhält das Unternehmen eine Ergebnisdokumentation mit Branchen-Benchmarks sowie eine konkrete Empfehlung für die Weiterentwicklung der Social Media-Aktivitäten. Mehr Informationen unter www.digital-transformation-group.de/ansatz/.

Über den Social Media Excellence Kreis (SME)

Der Social Media Excellence Kreis (SME) besteht aus über 350 Mitgliedern aus den führenden 160 Social-Media-Anwenderunternehmen, die in einem offenen und praxisorientierten Austausch ihre positiven und negativen Erfahrungen mit Social Media gemeinsam diskutieren. Die Mitglieder des SME treffen sich dreimal jährlich bei einem der Mitgliedsunternehmen, um aus der Praxis heraus gemeinsam und konsequent Lösungen zu Kernthemen und -problemen rund um Social Media zu entwickeln. Für jedes Treffen werden übergeordnete Leitthemen bestimmt, so dass der Kreis entsprechende Fragestellungen, Projekte, Herausforderungen, Ideen und Trends im Bereich Social Media präsentieren und zur offenen Diskussion bereitstellen kann. Alle Inhalte und Diskussionen werden dabei vertraulich behandelt und verlassen nicht ohne explizite Zustimmung den SME-Kreis. Der Social Media Excellence Kreis agiert ähnlich eines Think Tanks, mit der Idee, Social-Media-Trends und -Anwendung effizient zu verbinden. Mehr Informationen unter www.social-media-excellence.de.

Über DTG Digital Transformation Group GmbH

Die DTG ist eine dynamisch wachsende junge Beratung mit dem Fokus auf Digitale Medien und Digitale Transformation mit Standorten in München und Düsseldorf. Wir analysieren den IST-Stand der Digitalisierung von Unternehmen und entwickeln digital-getriebene Business Transformation Strategien für die Bereiche Marketing, Vertrieb und Service. Bei der Umsetzung unterstützen wir Führungskräfte bei der organisatorischen sowie prozessualen Umsetzung, helfen aus gewonnen Daten digitaler Aktivitäten einen digital Intelligence Loop zu entwickeln und begleiten die Umsetzung von digitalen Marketing, Vertriebs- und Service-Konzepten. Branchenübergreifend zählt die DTG Unternehmen wie 3M, Bitburger Braugruppe, Canon, Disney, FC Bayern, Osram, ProSieben, Siemens und Sky Deutschland zu seinen Kunden. Weitere Informationen unter www.dt-group.de.

 

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