Pressemitteilung zur Social Media Reifegrad-Analyse im Rahmen des Social Media Excellence Kreis (SME)

SOCIAL-MEDIA-REIFEGRADMESSER VERRÄT: AUTOMOBILBRANCHE HAT BEI TWITTER, FACEBOOK UND CO. DIE NASE VORN

SM3-Modell gibt erstmalig Aufschluss über die Readiness und die Performance deutscher Unternehmen in den sozialen Medien

Düsseldorf, 11. September 2014. Wie gut nutzen deutsche Unternehmen eigentlich die sozialen Medien? Antworten auf diese Frage liefert nun erstmals eine wissenschaftliche Erhebung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Aalen in Zusammenarbeit mit den Medienexperten des Social Media Excellence-Kreises (SME) sowie der Digital Transformation Group (DTG). Basis dieser breit angelegten Untersuchung der Social-Media-Fähigkeiten deutscher Unternehmen ist das sogenannte Social Media Maturity Model (SM3-Model). Das SM3 ist das erste analytische Reifegradmodell, das von führenden Social-Media- Anwenderunternehmen mitentwickelt und in der Praxis getestet wurde, zugleich aber auch wissenschaftlich fundiert ist.

Ein Ergebnis der ersten SM3-Reifegradmessung unter den Mitglieder des Social Media Excellence Kreis: Die Automobilbranche hat was die Bereiche Social Media Readiness und Performance angeht die Nase vorn, dicht gefolgt vom Medienbereich. Weitere Topbranchen in Sachen Readiness sind Haustechnik, Electronic Goods, Telekommunikation sowie Versicherungen. Bei der Performance stammen die Spitzenreiter aus den Bereichen Automobil, Media, Telekommunikation und Handel. Mit Namen wie Mercedes-Benz, BMW, Sky, Disney und der Telekom befinden sich in Bezug auf die Social Media Performance ausschließlich große B2C-Marken unter den Top 5 Platzierten. Aber auch Siemens schafft es als führendes B2BUnternehmen unter die Top 10. Die beiden erfolgreichsten Automobil-Marken, die an der Studie teilgenommen haben – BMW und Mercedes-Benz – zeigen bei der Social Media Performance unterschiedliche Schwerpunkte: Während BMW den besten Wert bei der Buzz-Messung erhält, erreicht Mercedes-Benz den besten Wert in der Reichweite. Darüber hinaus zeigt der intra-branchen Vergleich, dass Mercedes-Benz in Bezug auf die Social Media Readiness insbesondere auf die organisatorischen und prozeduralen Aspekte ihrer Social-Media-Aktivitäten sowie auf die Nutzung von Daten, Analysen und Systemen einen größeren Fokus legt.

Größe eines Unternehmens im Netz nicht unbedingt ausschlaggebend

Die Analyse zeigt zudem, dass sich auch mittelgroße Unternehmen in sozialen Medien sehr erfolgreich positionieren können. Beispiele sind die Berliner Bank oder SMA Solar, die sich in Bezug auf ihre bundesweite Social Media Performance durch ein sehr erfolgreiches User-Engagement und hohe Sentiment-Werte mit einigen DAX-Unternehmen messen lassen können.

Fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (47 Prozent) nutzen laut BITKOM Social Media, weitere 15 Prozent planen die Nutzung bereits konkret. Geht es aber um Methoden zur Erfolgsmessung, gab es lange Zeit keine oder nur unzureichende Werkzeuge. Das SM3-Modell schafft Abhilfe und bietet allen Unternehmen die Möglichkeit zu testen, wie sie in Sachen Social-Media-Einsatz abschneiden. Das Modell wurde zusammen mit den Mitgliedsunternehmen des Social Media Excellence Kreis entwickelt. Aktuell sind 160 namhafte Unternehmen, darunter die Allianz, die Deutsche Bahn, die Lufthansa, Tchibo, Douglas, Microsoft, Henkel, 3M, Infinion, ThyssenKrupp und viele andere Mitglied des Social Media Excellence Kreis (SME). Dreimal im Jahr trifft sich die SME-Runde zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion über neue Entwicklungen und Trends. Oberste Ziele sind die Systematisierung und Operationalisierung der Corporate Social-Media-Aktivitäten, Benchmarking sowie das Aufzeigen von Optimierungspotenzial.

Social Media-Reife individuell einschätzen

Der Social-Media-Reifegrad eines Unternehmens wird im SM3-Modell anhand von zwei Dimensionen gemessen: Der Social Media Readiness, die anhand der Dimensionen Strategie und Planung, Ausführung, Interaktion, Organisation und Prozesse sowie die Nutzung von Systemen und Analysen (Intelligence) analysiert wird. Der Readiness-Analyse liegt ein Fragebogen mit rund 60 Fragen entlang von fünf Kategorien zugrunde. Die zweite Dimension ist die Social Media Performance, die die Wirkung der Social-Media-Aktivitäten eines Unternehmens anhand von 12 Messpunkten in den Kategorien Buzz, Engagement, Sentiment und Reach erfasst.

Kommentare:

Michael Stenberg, Vice President Digital and Infrastructure bei der Siemens AG: „Soziale Medien als Dialogkanal mit dem höchsten Vertrauensindex hat unsere Marketingkommunikation deutlich verändert. Die Mitarbeiter als Marken-Botschafter spielen darin eine wichtige Rolle und nutzen ihre persönlichen Social-Media-Profile in der Kommunikation mit Zielgruppen des Unternehmens. Der SM3 Index hilft bei der Standortbestimmung und der gezielten Weiterentwicklung unserer Social-Media- Aktivitäten.“

Ola Källenius, Mitglied des Bereichsvorstands bei Mercedes-Benz Cars, und verantwortlich für Marketing und Sales des Unternehmens, kommentiert: „Social Media ist längst kein Buzzword mehr, sondern ein fest etablierter Teil der Marktorientierung für viele Unternehmen. Gerade für die Automobilbranche hat sich der direkte Dialog mit Kunden und Partnern als elementarer Bestandteil unseres Fokus auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden entwickelt. Der SME ist für uns zu einer wichtigen Austausch-Plattform zum Best Practice Sharing mit anderen Unternehmen geworden.“ Mercedes-Benz richtete als Host die letzte Social Media Excellence-Konferenz im Juli aus. Das nächste Summit findet am 21. November 2014 bei Lufthansa in Seeheim statt.

Albert Brenner, Geschäftsführer der Digital Transformation Group (DTG), Executive Beirat des Social Media Excellence-Kreises (SME) und Studienleiter, kommentiert: „Unsere Untersuchung hat eindrücklich gezeigt, dass eine durchdachte Social- Media-Strategie, eine intelligente Datennutzung und die richtige organisatorische Einbettung essentielle Säulen für den Social-Media-Erfolg sind. Insgesamt zeigt die Studie über alle Branchen hinweg, dass Unternehmen, die in ihrer Social Media Readiness höhere Werte in Bezug auf Social-Media-Strategie, Social-Media- Organisation und -Prozesse sowie auf Social Media Intelligence erreichen, tendenziell auch besser bei der Social Media Performance abschneiden. Also nicht nur posten, tweeten oder liken: Auf das strategische und individuelle Fundament kommt es an!“

Über den Social Media Excellence Kreis (SME)
Der Social Media Excellence Kreis (SME) besteht aus über 350 Mitgliedern aus den führenden 160 Social-Media-Anwenderunternehmen, die in einem offenen und praxisorientierten Austausch ihre positiven und negativen Erfahrungen mit Social Media schildern und diskutieren. Die Mitglieder des SME treffen sich dreimal jährlich bei einem der Mitgliedsunternehmen, um aus der Praxis heraus gemeinsam und konsequent Lösungen zu Kernthemen und -problemen rund um Social Media zu entwickeln. Für jedes Treffen werden übergeordnete Leitthemen bestimmt, so dass der Kreis entsprechende Fragestellungen, Projekte, Herausforderungen, Ideen und Trends im Bereich Social Media präsentieren und zur offenen Diskussion bereitstellen kann. Alle Inhalte und Diskussionen werden dabei vertraulich behandelt und verlassen nicht ohne explizite Zustimmung den SME-Kreis. Der Social Media Excellence Kreis agiert ähnlich eines Thing Thank mit der Idee, Social-Media-Trends und Anwendung effizient zu verbinden. Informationen unter: www.social-mediaexcellence.de

Über die Digital Transformation Group (DT-Group)
Die Digital Transformation Group (DTG) unterstützt Unternehmen bei der digitalen Standortbestimmung in Bezug auf die interne und externe Adaption an Social-Mediaund Internet-Trends und der Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Zur Erbringung der Beratungs-, Schulungs- und Coaching Dienstleistungen bündelt die DT-Group die strategischen Kompetenzen eines exklusiven Netzwerks anerkannter „Digital Leaders“ mit professionellem Programm-Management, Daten- und Research- Kompetenz und den Praxiserfahrungen aus dem Social Media Excellence Kreis (SME).
Weitere Informationen unter: www.dt-group.de

Kontakt:
Albert Brenner
Geschäftsführer der Digital Transformation Group GmbH
E-Mail: albert.brenner@dt-group.de

Janine Lade
Projektleitung & SME Community Managerin
Digital Transformation Group GmbH
E-Mail: Janine.lade@social-media-excellence.de

Digital Transformation Group GmbH
Nord Carree 11
D-40477 Düsseldorf
www.dt-group.de
mail@dt-group.de

Tel.:+49 (0)211-544 10 795

 

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